Verband Deutscher Papierfabriken

Papierindustrie mit leichtem Wachstum – 625 Jahre Papier in Deutschland

Die deutsche Papierindustrie hat im vergangenen Jahr ihre Produktion mit 22,5 Mio. Tonnen leicht steigern können. Bei weiteren leichten Verlusten im Bereich der grafischen Papiere verzeichnete die Branche ein Produktionsplus von insgesamt 0,6 Prozent. Dies ist auf das anhaltende Wachstum in den Bereichen Verpackung, Hygiene und Spezialpapiere zurückzuführen.

Auch wenn sich die Ertragslage 2014 gegenüber dem Vorjahr sichtbar verbessert hat, hält die Branche dies wegen ihrer hohen Kapitalintensität nach wie vor nicht für ausreichend.

Dr. Wolfgang Palm, der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken, ver-wies in der Jahrespressekonferenz seines Verbandes darauf, dass sich der Abwärts-trend bei den grafischen Papieren mit einem Produktionsminus von 0,5 Prozent (2012 : 2013 =  5,5%) deutlich verlangsamt habe. „Von einem Durchschreiten der Talsohle kann jedoch keine Rede sein“, sagte Dr. Palm. Überkapazitäten bei diesen Sorten seien bislang vor allem im europäischen Ausland abgebaut worden. Positiv sei das weitere Wachstum bei Verpackungspapieren und –kartons (1,2%), Hygiene-(1,7%) und Spezialpapieren (1,5%). Der Umsatz der Branche legte 2014 – nach einem Minus von 2,3% im Vorjahr – mit 0,3 Prozent auf 14,3 Mrd. Euro wieder leicht zu.

Dr. Palm verwies auf das 625-jährige Jubiläum der Branche im laufenden Jahr. 1390 hatte der Kaufman Ulman Stromer mit der Gleismühle in Nürnberg die erste Papierfabrik auf deutschem Boden in Betrieb genommen. Mittlerweile ist die deutsche Papierindustrie die Nr. 1 in Europa und die Nr. 4 weltweit.

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