Stabile Entwicklung der Papierindustrie in den ersten vier Monaten
Bonn/Wiesbaden, Juni 2004 – Die Papierindustrie in Deutschland hat in den ersten Monaten 2004 unter der stagnierenden Gesamtkonjunktur weniger stark gelitten als viele andere Branchen. Trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen konnte sie positiver abschneiden als erwartet, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Klaus Windhagen, in einer Pressekonferenz am Rande der Zellcheming/EXPO in Wiesbaden.
Die mengenmäßige Entwicklung der ersten vier Monate des laufenden Jahres verlief für die Hersteller von Papier, Karton und Pappe in Deutschland weiter auf hohem Niveau. Die Produktion konnte noch einmal um über vier Prozent ausgeweitet werden und erreichte rund 6,7 Mio. Tonnen. Damit wurde das Rekordergebnis des Vorjahres in Höhe von 6,4 Mio. Tonnen Produktion noch einmal übertroffen.
Getragen wird die positive Mengenentwicklung durch den Auslandsabsatz. Die Lieferungen der deutschen Papierfabriken ins Ausland haben in den ersten vier Monaten des Jahres um rund neun Prozent auf 2,9 Mio. Tonnen zugenommen. Das für die deutsche Papierindustrie wichtige Inlandsgeschäft verzeichnete nur einen geringen Anstieg von 0,3 Prozent. Es bewegt sich damit unterhalb der allgemeinwirtschaftlichen Entwicklung.
Die insgesamt positive Absatzentwicklung findet sich beim Umsatz der deutschen Papierindustrie nicht wieder. In den ersten vier Monaten 2004 musste ein Umsatzrückgang von einem Prozent hingenommen werden.
Für das Gesamtjahr 2004 geht Windhagen von einer insgesamt stabilen bis leicht positiven Entwicklung für die Papierindustrie aus.
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