Forst-, Holz- und Papierindustrie setzen auf Technologieplattform


Wiesbaden, 28. Juni 2005 – Mit einer gemeinsamen Technologieplattform reagie-ren die Forstwirtschaft sowie die Holz- und Papierindustrie auf die Zielsetzung des Europäischen Rates, die EU zu dem ‘wettbewerbsfähigsten,  dynamischsten und wissensbasiertesten Wirtschaftsraum der Welt’ zu entwickeln.

„Wir müssen die Chancen dieses europäischen Konzeptes aktiv nutzen und die künftigen Rahmenbedingungen für unsere Branche mitgestalten“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Papierfabriken, Klaus Windhagen, auf der Zellcheming-Expo. Gemeinsam mit Dr. Hartmut Wurster, Vorstandsmitglied der UPM-Kymmene Papier, und dem Vorstand der Papiertechnischen Stiftung, Dr. Paul W. Rizzi, skizzierte er die Vorstellungen der Branche für die gemeinsame Technologieplattform.

Im Rahmen der von der Europäischen Kommission unterstützten „Technologieplatt-formen“ sind die einzelnen Wirtschaftszweige europaweit aufgefordert, eine Vision für ihre Weiterentwicklung zu formulieren und bis zum Spätsommer ein spezifisches Forschungsprogramm zu definieren, so dass bereits im Rahmen des 7. Forschungs-rahmenprogramms der Europäischen Kommission 2007 – 2013 mit der Umsetzung begonnen werden kann. VDP und PTS koordinieren diese Aktivitäten für die deut-sche Papierindustrie.

Die Papierindustrie erwartet nach den Worten Wursters von der gemeinsamen Technologieplattform ein europäisches „R&D-Networking“ und damit eine bessere Koordinierung der Forschung & Entwicklung. Durch innovative Ideen und For-schungsprojekte soll die umweltschonende und nachhaltige Nutzung aller Ressour-cen gesichert und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit u.a. auch des Mediums Print weiterentwickelt bzw. sichergestellt werden.

Die Forschungsagenda, so führte Rizzi aus, werde Themen wie die Sicherung der Verfügbarkeit und bessere Nutzung der Biomasse Holz sowie recyclierter Faserstoffe für die Herstellung von Produkten und von Energie in den Mittelpunkt stellen. Auch die Entwicklung intelligenter und leistungsfähiger Produktionstechnologien mit ver-ringertem Energiebedarf und die Entwicklung innovativer Produkte für sich verän-dernde Märkte und Kundenanforderungen, stünden auf der Tagesordnung.

Als langfristige „Vision 2030“ haben die holzbasierten Branchen bereits folgende Zie-le definiert:
• Die forstwirtschaftlichen Industrien Europas sollen eine Schlüsselstellung in einer nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft einnehmen.
• Als wettbewerbsfähige, wissensbasierte Industrien fördern sie die zunehmen-de Nutzung nachwachsender Rohstoffe aus dem Wald.
• Die Unternehmen leisten ihren gesellschaftlichen Beitrag im Rahmen einer biologisch basierten, kundenorientierten und international wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaft.