Internationale Forst-, Holz und Papierindustrie warnt vor Interventionismus


London, 28. Mai 2009 – Führende Unternehmer der Forst-, Holz-, Zellstoff- und Papierindustrie haben die Befürchtung geäußert, dass staatliche Interventionen gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise das Wirtschaftssystem noch mehr schädigen könnten, als die Krise selbst. Bei einem Unternehmerforum des International Council of Forest and Paper Associations (ICFPA) beklagten sie, dass Staatshilfen für gefährdete Unternehmen zu Wettbewerbsverzerrungen und zu einer Gefährdung des Welthandels führe.

Magnus Hall, Vorstandschef des schwedischen Holz- und Papierkonzerns Holmen, CEPI-Präsident und Vorsitzender des Forums sagte dazu: „Der Trend, auf die Krise mit staatlichem Interventionismus zu reagieren, könnte den erfolgreichen Pfad des Wettbewerbs zur Holperstrecke machen und zu Kirchturmdenken im Welthandel führen.“

Die Teilnehmer des Unternehmerforums aus 12 Nationen zeigten sich optimistisch, dass die Industrie die gegenwärtige Krise bewältigen werde. Dazu müsse sie aber ihre Geschäftsmodelle hin zu mehr Nachhaltigkeit verändern. Die Wertschöpfungskette Holz könne hier Vorbildcharakter haben. Die Märkte verlangten nach Produkten, die zwar die Bedürfnisse der Verbraucher befriedigten, dabei aber die natürlichen Lebensgrundlagen nicht zerstörten und die Endlichkeit unserer Ressourcen berücksichtigten. Mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft und einer am natürlichen Kohlenstoff-Kreislauf orientierten Lebenszyklus ihrer Produkte stehe die Forst- und Holzwirtschaft bereits heute gut da. Ihr volles Potenzial habe sie in dieser Hinsicht jedoch noch nicht ausgeschöpft.