Vorurteil 7
Online verdrängt Papier

Die Wahrheit

  • Print und online-Medien ergänzen sich
  • Print-Medien liegen am Werbemarkt weit vor dem Internet

 

 

Online wächst, aber es macht dem Medium Papier den Platz nicht streitig. Beide Medien bedienen mit ihren unterschiedlichen Stärken die Bedürfnisse der Nutzer. Während es bei den elektronischen Medien die Geschwindigkeit der Informationsverbreitung ist, sind es bei Print die Handhabbarkeit und Nutzerfreundlichkeit oder schlicht der „Lesegenuss“ eines aufwändig produzierten und optisch attraktiven Mediums, die den Verbraucher ansprechen.

Print-Medien sind die Urform der „wireless communication“ und konnten schon lange vor iPad & Co an jeden Ort mitgenommen werden. Moderne Druckverfahren oder „Print on Demand“ helfen dem Medium Print, sich noch mehr an die Erwartungen der Nutzer anzupassen. Vielfach gehen beide Medien eine Symbiose ein. Zeitungen und Zeitschriften bieten ihren Lesern Internet-Portale, Online-Angebote werden crossmedial in Borschüren und Flyern beworben oder bieten sich über gedruckte Quick-Response-Codes in Zeitungen als zusätzliche Informationsquelle an.

Ein wichtiger Maßstab ist der Werbemarkt. Kein Zweifel, der Anteil der Online-Werbung wächst. Mit einem Anteil von 4 Prozent bei den Nettowerbeerlösen liegt das Internet aber noch deutlich hinter Zeitungen, Zeitschriften und direct mailing per Post zurück, die zusammen 64 Prozent der Erlöse unter sich aufteilen (Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) Auch namhafte online-Anbieter wie Google nutzen Print-Werbung für Ihre Produkte.

 

Podcasts der Deutschen Journalistenschule zum Thema Papier

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