Arbeitskreis Haushalt und Finanzen der Linksfraktion im Thüringer Landtag zur Klausurtagung in Rosenthal

Im Rahmen einer Klausurtagung in Rosenthal am Rennsteig besuchte der Arbeitskreis Haushalt und Finanzen der Linksfraktion im Thüringer Landtag die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal.

Die Geschäftsführer Leonhard Nossol und Dr. Christian Sörgel begrüßten die Gäste im Museum „Rennsteig und Mee(h)r“ und gaben einen Einblick in den Produktionsablauf der Zellstofferzeugung. Dabei wurde auch auf die Frage eingegangen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Branche hat.

Themenschwerpunkt war, wie fit die Wirtschaft im Hinblick auf den Klimawandel und dessen Bekämpfung ist.

Leonhard Nossol sieht Mercer Rosenthal als Beispiel zur möglichen Lösung: „Im Jahr 2019 haben wir unseren verkauften Zellstoff zu 84,5% per Bahn zum Kunden transportiert.“ Gern möchte das Unternehmen noch mehr Güter auf die Schiene bringen, denn allein durch die Verlegung von Teilen des Holztransports auf die Bahn könnten 13.000 t CO2 pro Jahr eingespart werden. Ein wichtiger Baustein zur Unterstützung ist der Ausbau der Infrastruktur mit Wiederinbetriebnahme der Bahnanbindung nach Bayern über die so genannte Höllentalbahn.

Als weiteren Teil der politischen Lösung zur Bekämpfung des Klimawandels sieht Leonhard Nossol die Förderung der Umwandlung von Grünstrom zu Wasserstoff: „Meine zentrale Forderung an die Politik ist die Erarbeitung eines einheitlichen Wasserstoffkonzeptes durch die Bundesregierung. Ferner sollte versucht werden, die Produktion und Verwendung von Wasserstoff so lange von Steuern und Abgaben zu befreien, bis fossile Energie gänzlich ersetzt wurde. Die geschaffenen Rahmenbedingungen sollten daher für mindestens 20 Jahre rechtssicher beibehalten werden.“

Zuletzt warfen Geschäftsführer und Gäste vom Dach des Kesselhauses einen Blick über die beliebte Wanderregion am „Rennsteig“ sowie „Blauem“ und „Grünem Band“.