Steigerung der Bio-Ökonomie erfordert zusätzliches Engagement in Politik und Wirtschaft

Am 9. Oktober 2020 wurden die beiden Mitglieder der Linken-Fraktion des Thüringer Landtags Dr. Marit Wagler, Sprecherin der Linken für Landwirtschaft, Forsten und technischen Umweltschutz und Ralf Kalich in der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) in Rosenthal am Rennsteig von Leonhard Nossol, kaufmännischer Geschäftsführer der ZPR, und Wolfgang Beck, Geschäftsführer der Mercer Holz GmbH empfangen.

Der nordamerikanische Mercer-Konzern ist mit seinen beiden Werken ZPR und Mercer Timber Products in Friesau größter Holzverbraucher Thüringens. Pro Jahr werden mehr als 3 Millionen Festmeter Holz, vor allem aus der Region, zu Zellstoff und Schnittholz verarbeitet; Holz-Nebenprodukte werden zur Erzeugung grüner Energie genutzt.

Der Meinungsaustausch ging um die Frage, wie es in Zeiten eines erhöhten Holzaufkommens gelingen kann, größere Mengen des nachwachsenden Rohstoffs zur Erzeugung von wertvollen Produkten einzusetzen.

Beide Seiten waren einig, dass die Bio-Ökonomie noch ungenutzte Potenziale hat, die es zu heben gilt. Ein Hebel hierzu kann auch sein, die Bauordnung so weiterzuentwickeln, dass das Bauen mit Holz gefördert wird. Hier ist auch die Kohlenstoffbindung am größten, da das Bauholz von allen Holzprodukten die höchste Lebensdauer hat.

Weiterhin bestand Einigkeit, dass ein Nutzungsverzicht, wie von manchen Verbänden gefordert wird, der falsche Weg für die Thüringer Forstwirtschaft ist. Sinnvoll ist vielmehr eine Nutzungssteigerung, da diese mit erhöhter Kohlenstoffbindung und auch einer erhöhten Artenvielfalt im Wald einhergeht.

Bei der Nachzucht muss auf die Baumartenwahl geachtet werden: neben einer sinnvollen Diversität muss auch auf die Klimaresistenz der Bäume geachtet werden. 


PRESSEKONTAKT

Mandy Schwanitz
Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH | Hauptstraße 16 | 07366 Rosenthal am Rennsteig
Tel.: 036642 8-2277 | E-Mail: mandy.schwanitz@mercerint.com
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